Wie viel Gold gehört in ein gut diversifiziertes Portfolio? Die Antwort hängt von Risikobereitschaft, Anlagehorizont und Portfoliokontext ab — aber Forschung und Praxis geben konkrete Orientierungspunkte.
Die wissenschaftliche Grundlage
Der World Gold Council analysiert seit Jahrzehnten die Rolle von Gold in institutionellen Portfolios. Das Ergebnis: Eine Goldallokation von 5–15 Prozent verbessert das Sharpe-Ratio eines Mischportfolios, ohne die erwartete langfristige Rendite wesentlich zu schmälern. Der Grund: Golds nahe-null-Korrelation zu Aktien und Anleihen reduziert das Gesamtrisiko.
Für Schweizer Privatanleger: Empfohlene Allokationen
Konservativ (Kapitalerhalt): 10–20% Gold, 40% Anleihen/Obligationen, 30–40% Aktien, 10% Cash. Ausgewogen: 7–12% Gold, 20% Anleihen, 60% Aktien, 8% Alternative. Wachstum: 5–8% Gold, 10% Anleihen, 80% Aktien, 5% Alternative. Für alle Typen: Gold als CHF-Absicherung und Krisenresilienz.
Rebalancing: Der unterschätzte Vorteil
Jährliches Rebalancing auf die Zielallokation erzwingt "Buy Low, Sell High" bei Gold: Wenn Gold stark gestiegen ist, wird ein Teil verkauft (Gewinne mitgenommen) und in gefallene Assets reinvestiert. Wenn Gold gefallen ist, wird zugekauft. Dieser mechanische Ansatz eliminiert emotionale Entscheidungen.
Physisch vs. ETF: Die Allokationsfrage
Für die ersten 50.000 CHF in Gold: physischer Heimtresor oder ETF gleichwertig. Ab 50.000 CHF: physisches Gold mit professioneller Lagerung oder Bankschliessfach als Kernposition, ETF für liquide Handelskomponente.
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