Zwei Prozent Inflation. Das klingt nach wenig. Und genau das ist beabsichtigt — denn diese Zahl verdeckt eine der wirkungsvollsten Umverteilungsmechanismen unserer Zeit.
Die Mathematik der stillen Enteignung
CHF 100.000 auf dem Sparkonto. Zinsen: 0,1% pro Jahr. Inflation: 2% pro Jahr. Nach 10 Jahren: realer Wert noch CHF 81.700. Nach 20 Jahren: CHF 66.800. Nach 30 Jahren: CHF 54.600. Sie haben keine einzige Franken ausgegeben — und trotzdem fast die Hälfte Ihres Vermögens verloren. Dies nennt sich finanzielle Repression.
Der Cantillon-Effekt: Wer zuerst das neue Geld bekommt, gewinnt
Wenn Zentralbanken Geld drucken, profitieren nicht alle gleich. Richard Cantillon, ein irisch-französischer Ökonom des 18. Jahrhunderts, erkannte: Wer zuerst an das neue Geld gelangt, kann noch zu alten Preisen kaufen. Erst danach steigen die Preise — zum Schaden aller, die später kommen. Heute bedeutet das: Banken, Grosskonzerne und Finanzinstitutionen profitieren zuerst von geldpolitischer Lockerung. Sparer, Rentner und Lohnempfänger sind die letzten — und zahlen die Zeche.
Was schützt vor Inflation?
Historisch bewährt haben sich: Gold (5.000 Jahre als Wertaufbewahrung), Immobilien (Sachwert mit Mieteinnahmen), Aktien (Unternehmensgewinne wachsen mit Inflation) und inflationsgeschützte Anleihen (TIPS). Das Gemeinsame: Sachwerte statt Geldwerte. Verfolgen Sie den Goldpreis täglich auf GoldKurs.ch und nutzen Sie den Edelmetall-Rechner um den realen Wert Ihrer Bestände zu prüfen.
📖 Dieser Artikel basiert auf Themen aus dem Buch Programmiertes Geld, kontrollierte Bürger von Marco Samek — Kapitel 6: Die stille Enteignung. programmiertes-geld.com →